Laborübungen und -modelle


Bei allen Lehrgängen finden Laborversuche statt. Beim B-Kurs sowie beim Pkw- und Bahnkurs arbeiten die Kursteilnehmer mit Absauggeräten, Manometerbrücken, Vakuumpumpen sowie typischen Werkzeugen und Kältemitteln. Im Praxis-Kurs wird innerhalb einer Woche eine Kleinkälteanlage montiert, elektrisch angeschlossen und in Betrieb genommen. Die nachfolgend abgebildeten Labormodelle geben dazu einen kleinen Überblick.



Labormodell zur Visualisierung der Vorgänge im Kältemittelkreislauf


Dieses mit einem Glasverdampfer ausgestattete Modell wird in den Grundlagenkursen zur Erklärung der Komponenten und Visualisierung der Vorgänge im Kältemittelkreislauf verwendet.

Mit Hilfe von zwei Manometern und vier Temperaturmessstellen können Drücke und Temperaturänderungen im System beobachtet werden.

Zur Simulation von Laständerungen an den Wärmeübertragern sind die Lüfter am Verdampfer und Verflüssiger in der Drehzahl regelbar.

Die Anlage ist mit dem Kältemittel R600a (Isobutan) befüllt.

Bild 1:

Labormodell mit Glasverdampfer


Labormodell zur Leistungsregelung


Diese Anlage kommt bei Versuchen zur Kälteleistungsregelung in den Kursen "Kältetechnik C" und "Klimatisierung von Schienenfahrzeugen" zum Einsatz.

Die Kälteleistung eines Hubkolbenverdichters kann durch Frequenzumformung der Versorgungsspannung, einen Heißgasbypass, der in die Saug- und Einspritzleitung mündet, und ein Drosselventil in der Saugleitung vermindert werden. Zudem ist ein Scrollverdichter mit Digitalregelung installiert.

Im Rahmen von Labormessungen werden die Funktion und Effizienz der unterschiedlichen Verfahren verglichen.

Bild 2:

Labormodell zur Regelung der Kälteleistung


CO2-Kälteanlage für Ausbildungszwecke


Das Kältemittel CO2 wird immer häufiger in der Tieftemperaturstufe von Kaskaden-Kälteanlagen, aber auch als Wärmeträger eingesetzt. In breitem Umfang wird CO2 weltweit unter anderem für die Verwendung in Kfz-Klimaanlagen, Supermärkten und Wärmepumpen untersucht.

Mit der abgebildeten Anlage werden in den CO2- Kursen die Funktion und das Betriebsverhalten einer solchen Anlage demonstriert.

Über ein Messwerterfassungssystem werden die Betriebsdaten aufgenommen und am Bildschirm visualisiert.

Dabei kann die Kälteleistung bei unterschiedlichen Wärmelasten, Drücken, Temperaturen, Luftmengen und Verdichterdrehzahlen gemessen werden.

Bild 3:

CO2-Kälteanlage für Laborversuch


Verbundanlage mit drei Kühlstellen


Dieses Modell wird in den Kursen „Kältetechnik C“ und „Elektrotechnik für Verbundkälteanlagen“ verwendet. Es ist mit drei halbhermetischen Verdichtern, drei Kühlstellen und einem elektronischen Ölreguliersystem ausgestattet.

In den Laborversuchen wird der kältetechnische Aufbau der Anlage betrachtet und die Funktion des Verbundreglers und der Kühlstellenregler mit thermostatischem, pulsbreitenmoduliertem und schrittmotorgesteuertem Expansionsventil untersucht werden.

Bild 4:

Verbundanlage mit drei Kühlstellen und drei Verdichtern


Prüfstand für Expansionsventile


Der Kältemittelkreislauf dieser Anlage ist mit 6 verschiedenen parallel geschalteten Expansionsventilen ausgestattet. Es kann die Funktionsweise und das Regelverhalten von drei unterschiedlichen Kapillaren, einem automatischen und thermostatischen, sowie einem pulsbreitenmodulierenden Ventil bei wechselnden Betriebszuständen untersucht werden. Mit Hilfe eines Glassammlers können die Vorgänge in einem Sammelbehälter beobachtet werden.

Bild 5:

Labormodell Expansionsventile